IB Online (8/8): eine kleine Netzschau

Secretary-General Arrives in Tehran for Summit of Non-Aligned Movement, UN Photo/Evan Schneider

Heute gliedert sich unsere kleine Netzschau in drei Themenblöcke: Es gibt Links zur Außenpolitik Irans im Kontext der Blockfreien Staaten und der Vereinten Nationen; zur Zukunft und den Wurzeln des Konflikts in Syrien; und zu einigen entwicklungspolitischen Themen.

Wie der Iran versucht, sich aus der politischen Isolation zu befreien, ließ sich  bereits im Vorlauf des Treffens der Bewegung der Blockfreien Staaten (NAM) in Teheran beobachten. Insbesondere die Ankündigung Ban Ki-moons, das Treffen zu besuchen hatte für Aufsehen gesorgt. Welche Rolle politische Isolation überhaupt spielt, untersucht Andrew Kydd auf Political Violance @ a Glance angesichts des anstehenden Treffens von rund 120 Staaten in Teheran. Die Bewegung der Blockfreien wird jedoch unterschiedlich bewertet: Während die Bewegung einerseits als ein anachronistisches Bündnis abgeschrieben wird, das nur kurzfristig durch die besondere Rolle Irans an Aufmerksamkeit gewinne,  betonen die IISS Voices die wichtige Rolle der Blockfreien Staaten in internationalen Foren die Forderung nach nuklearer Abrüstung auf den Agenden zu halten. Das Carnegie Endowment for Peace hat einen Report veröffentlicht, der mit einem Fokus auf die Rolle Indiens Perspektiven eines Nonalignment 2.0 analysiert.

Irans Außenpolitik als eine „status-seeking strategy“ in der regionalen und globalen Politik untersucht Vahid Noori im Iranian Review of Foreign Affairs anhand der Reden iranischer Präsidenten vor den Vereinten Nationen. Wenn auch nicht so benannt, bildet „Anerkennung“ ebenfalls eine gewichtige Kategorie, wie sie im Bretterblog bereits für die russische Außenpolitik skizziert worden ist. Wie Iran versucht eine außenpolitische Agenda in ausdrücklicher Abgrenzung vom Westen zu betreiben, zeigt der Beitrag Elliot Abrams im CFR-Blog in Bezug auf den Syrien Konflikt. Das Pan-African News Wire spricht gar von einem „Syria Coup Against the West“ durch den Iran.

Wie es in Syrien nach dem Ende des Bürgerkrieges weitergehen sollte, haben syrische Oppositionelle u.a. in Kooperation mit der Stiftung Wissenschaft und Politik in ihrem Bericht „The Day After. Supporting a Democratic Transition in Syria“ ausgearbeitet. Auf opendemocracy.org finden sich außerdem zwei Beiträge zur Zukunft Syriens: Einerseits werden mit den Mythen der Teilung Syriens aufgeräumt und andererseits die althergebrachten regionalen Wurzeln des Konflikts aufgezeigt.

Update: Im Smoked-Filled Room gibt es eine taufrische IB-theoretische Analyse der “realistischen” Gründe für eine Intervention in Syrien.

Was ist vom UN-Panel zum post-MDG Prozess zu erwarten? Einen kleinen Ausblick gab es schon in einer unserer Netzschauen. Für das Center for  Global Development hinterfragt Owen Barder die Agenda des Co-Chairs des Panels, David Cameron: Was meint Cameron mit dem „golden thread“ und wie liest sich diese Agenda durch die Linse der „Complexity Theory“? Wie sich im Rahmen der Süd-Süd-Kooperation die Rolle der BRICS und das Verständnis von „Aid“ zu „Development Partners“ verschiebt, erläutert Noshua Watson für das Institute of Development Studies. Welche Herausforderungen Urbanisierung an die entwicklungspolitischen Agenden stellt, zeigt ein Artikel bei IRIN auf. Demnach sei es schwierig Armut in den urbanen Zentren überhaupt zu messen und auf die entsprechenden Krisen angemessen zu reagieren. Einen ganz anderen Blick auf die Großstädte des 21. Jahrhunderts wirft das ZDF-Blog in einem Bericht über Bangkok –  die Facebookhauptstadt der Welt.

Wie gewohnt innovativ analysiert Patrick Meier das globale humanitäre System vor dem Hintergrund des neuesten Berichts des Active Learning Network for Accountability and Performance in Humanitarian Action (ALNAP). Dieser zeigt, welchen Nutzen z.B. Kommunikationstechnologien für die Reaktion auf humanitäre Krisen haben können. Alles was man über „Humanitarian Aid“ wissen müsse, verspricht dieses kurze Video:

Abschließend sei auf einen Artikel im Guardian und einen Artikel im FAZ-Feuilleton zum Ringen der Großmächte um die Freiheit im Internet und die Rolle der Vereinten Nationen verwiesen.

Es gibt zu den Themen dieser Netzschau noch andere spannende Links? Wir freuen uns über Ergänzungen und Anmerkungen in den Kommentaren!

One comment

  1. Vielen Dank für den Link zum Artikel von Watson – much appreciated!

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