IB Online (KW 29): eine kleine Netzschau

Nachdem Janusz letzte Woche bereits ein neues Format unserer kleinen Netzschau angekündigt hatte, werden wir mit dem heutigen Beitrag zu einem schnelleren Rhythmus und kürzeren Beiträgen übergehen. Wir hoffen, es gefällt!

Sport. London. Die Olympischen Spiele stehen vor der Tür und beschäftigen nicht nur die Sport-Ressorts der Tageszeitungen, sondern tangieren auch verschiedene (sicherheits-) politische Themen. Im sicherheitspolitik-blog fragt Stefan Engert nach der Rolle von (Un) Sicherheit während der olympischen Spiele und beleuchtet die zentrale Rolle des Militärs im Sicherheitskonzept der Olympischen Spiele. Wie schwer kritische Berichterstattung ist und warum Proteste während der Olympiade notwendig seien, erklärt „Agent Maxwell“ von den Space Hijacker auf freespeechdebate.com (dieser Protesthaltung ist zwischenzeitlich ihr Twitter-Account zum Opfer gefallen). Ebenfalls kritisch setzt sich Binoy Kampmark mit der Militarisierung der Olympischen Spiele im Global Policy Forum auseinander und warnt vor den (gewaltsamen) Möglichkeiten unter dem London Olympics Game Act. Schließlich versammelt das Blog Politics & Olympics zahlreiche Beiträge zu (künstlerischem) Protest, Meinungsfreiheit, soziale Bewegungen und viele anderen politischen Themen rund um die Olympiade – beispielsweise den Beitrag auf opendemocracy.net zu London’s ‚capital clean-up oder den Artikel der Financial Times über die Geschichte der Race Relations bei den Olympischen Spielen. Die Staatsbildung im Süd-Sudan trifft indes auf die langsamen Prozesse des Olympischen Komitees, so dass einzelne Sportler nun unter der olympischen Flagge an den Start gehen werden, wie auf africareview.com berichtet wird.

Nachhaltigkeit. Rio de Janeiro. Nicht erst nach der Neu-Auflage des Rio-Gipfels sondern auch im Hinblick auf den post-MDG Prozess ist die globale Politik und Netzwelt in Bewegung. Bereits vor zwei Wochen resümierte Dirk Messner in der Aktuellen Kolumne des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) die dürftigen Ergebnisse des Rio+20 Gipfels. Das Paradigma der Nachhaltigkeit bleibe für die zukünftige Gestaltung globaler Politik zentral, auch wenn Multilateralismus und Weltkonferenzen an ihre Grenzen stießen. Eine Alternative zu solchen top-down Ansätzen liefert Jamie Drummond in seinem TEDTalk. Er fragt, wie Ziele für die gesamte Welt gesetzt werden können. Seine Antwort liegt in einem breitangelegten crowdsourcing-Ansatz, der die Zielsetzung an die wirkliche Meinung der Weltbevölkerung binden soll.

Die traditionellen Zielsetzungsmechanismen laufen derweil weiter und kulminieren in der Gründung des UN High-Level Panel on post-MDGs. Eine erste Bewertung des UN Reports The Future We Want und die Perspektiven für den post-2015 Prozess nimmt Amy Pollard für das Serpents and Doves Blog vor. Hier sei noch auf den Artikel Conflicting Views about Poverty im Economist verwiesen, der die jüngsten Forschungsergebnisse von Andy Sumner vom Institute of Development Studies (IDS) diskutiert, demzufolge die „Ärmsten der Welt“ nicht länger in den ärmsten Ländern der Welt lebten.

Abschließend ein kurzer Nachtrag zur vergangenen Netzschau: Zur Situation in Mali findet sich auf e-IR ein spannender Artikel zur Malian Tinderbox und die Aktuelle Kolumne des DIE der vergangenen Woche analysiert die Konfliktlinien eines drohenden Sahelkrieges.

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