IB Online (3/5): eine kleine Netzschau

Assembly Demands Halt to All Violence in Syria | UN Photo/Evan Schneider

Assembly Demands Halt to All Violence in Syria | UN Photo/Evan Schneider

In der heutigen Netzschau gibt es Links zu Syrien, eine Debatte zu Sinn und Unsinn von Blogs (bei den UN), Kritik an der Website des ICC und etwas Neues aus der Kategorie TV-Serien und IB.

Syrienkonflikt

In der sehr interessanten Monkey Cage Serie zu von der National Science Foundation unterstützten Forschungsprojekten und ihren Ergebnissen findet sich ein Post über ein Dissertationsprojekt, das die Fluchtgründe von Flüchtlingen in Nepal untersucht hat: „Conflict-Induced Displacement, Understanding the Causes of Flight„. Monkey Cage BloggerJohn Sides bezieht die vielfältigen Gründe, zu fliehen – die laut der Studie nicht nur in der Gefahr von physischer Gewalt liegen – auf die Situation in Syrien (in einem der Kommentare dort gibt es weitere Artikel zum Thema). Dass die Flüchtlingsströme aus Syrien (nach den letzten Daten des UNHCR knapp 1.3 Millionen) zunehmend ein regionales Problem werden, hat die International Crisis Group in ihrem jüngsten Report Too Close for Comfort: Syrians in Lebanon dargelegt, der auf die Verquickungen zwischen dem Konflikt in Syrien und der Situation im Libanon eingeht. Im Darth Throwing Chimp findet sich ein Post der sich mit der Datensammlung und der Messung von gewaltsamen Konflikten im Falle Syriens auseinandersetzt. Jay Ulfelder setzt sich darin kritisch mit einem Artikel (leider nicht frei verfügbar) und dazugehörige Grafiken des New Scientiest – basierend auf dem Projekt Global Data on Events, Location and Tone (GDELT) – auseinander. Die „blinde“ Nutzung solcher Daten sei, wie im Falle des New Scientist, nicht unproblematisch und könne zu falschen Schlüssen führen.

 (UN) Blogosphäre über sich selbst

Mit WonkComms ist ein neues Blog an den Start gegangen, das sich mit der Zukunft der Think Tank und Forschungskommunikation beschäftigen will (mitgetragen wird das Blog u.a. vom Centre for Global Development und dem Overseas Development Institute). Einer der ersten Posts fragt folgerichtig: What even is a Blog? und reagiert auf einen Austausch bei From Poverty to Power. Dort wurde über die Frage diskutiert, warum es wenige Blogger gibt, die bei den Vereinten Nationen arbeiten und wie Blogs in der Weltbank funktionieren. Einer der wenigen Blogger aus den Vereinten Nationen ist Ian Thorpe mit seinem Blog KM on a Dollar a Day, der sich mit einer „Innenansicht“ ebenfalls in die Debatte eingeschaltet hat. Eins der gängigen Argumente für Blogs ist natürlich die Aktualität des Mediums: So findet sich bei How Matters eine Replik auf ein Op-Ed in der New York Times über die ambivalente Rolle von Entwicklungshelfern in Haiti.

Bei WhyDev ist der Post To better understand development, stop reading development blogs nur auf den ersten Blick eine Absage an Blogs zur Entwicklungspolitik, sondern eine Aufforderung über Blogs aus anderen Disziplinen den nötigen Blick über den Tellerrand zu wahren – eine hübsche Auswahl solcher Blogs findet sich am Ende des Beitrags.

ICC Website

Gebloggt wird natürlich auch über den International Criminal Court (ICC), so z.B. bei Justice in Conflict und Opinio Juris. Beide Blogs (hier und hier) werfen dem Gerichtshof vor mit einer wenig aktuellen Website die Ziele des ICC zu unterminieren. Gerade aufgrund dieser unszureichenden Kommunikationsstrategie werde der ICC oftmals von den Debatten – wie z.B. zum Vorwurf der ICC fokussiere zu stark auf Afrika – vor sich her getrieben. Bei Opinio Juris findet sich außerdem der Verweis auf den Bericht International Crimal Tribunals: A Visual Overview (pdf), der einen Klick mehr als wert ist, wenn man sich anschaulich einen Überblick zur Arbeit der unterschiedlichen Gerichtshöfe und Tribunale verschaffen möchte.

TV-Serien und Internationale Beziehungen

Zum Abschluss noch etwas aus der Kategorie TV-Serien und IB: Vor einigen Wochen hatte ich schon einmal einen Artikel über das Game of Thrones und Internationale Beziehungen bei e-IR verlinkt. Heute gibt es den Verweis auf Foreign Policy, wo Frank Jacobs erläutert, How the cartography of Game of Thrones explains the world und welche Rolle Geographie als Treiber von Konflikten spielt. Game of Thrones dient, gemeinsam mit The Walking Dead und Community, auch einem Beitrag bei Political Violance @ a Glance als Anschauungsmaterial für das Gefangenendilemma. Und natürlich wird man auch im Bretterblog fündig: Vor einigen Wochen hat sich Felix das Agent-Structure-Problem bei The Wire und Breaking Bad vorgeknüpft.

Es gibt zu den Themen dieser Netzschau noch andere spannende Links? Wir freuen uns über Ergänzungen und Anmerkungen in den Kommentaren! Alle bisher veröffentlichten Netzschauen findet Ihr hier.

One comment

  1. Hier ein paar Ergänzungen zu den Themen dieser Netzschau:

    Im Roving Bandit gibt es eine Reaktion auf Nora Schenkels NYT Op-Ed zur Entwicklungshilfe in Haiti: On giving up development

    Bei Indolaysia geht es um Sinn und Zweck von „Long Form Research Blogging“ und die Frage, ob in Blogs „nur“ bestehende Publikationen verbreiten oder auch der originären Publikation von Forschungsergebnissen dienen.

    Im Redaktionsblog finden sich 10 Gründe, warum Wissenschaftler/innen bloggen sollten.

    Und im FAZ Blog Planckton geht es um „Wissenschaft mit Friends und Followern“

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: