Ankündigungen: Call for Papers, Veranstaltungen und Co.

Call for Abstracts/Papers und Veranstaltungsankündigungen gibt’s ab sofort jeden zweiten Freitag im Bretterblog. Hier ist die aktuelle Ausgabe.

Alle Angaben wie immer ohne Gewähr.

Call for Papers and Abstracts:

1. Internationale Nachwuchskonferenz: Praktiken der Kritik

Wer: Universität Frankfurt, Exzellenzcluster Normative Ordnungen

Wann und Wo: 05.-07. Dezember, Frankfurt am Main

Deadline: 15. Juli

Ankündigungstext:

Für Fragen: graduateconference@normativeorders.net

Praktiken der Kritik sind auf vielfältige Weise mit normativen Ordnungen verbunden. Diese beziehen sich reflexiv auf in ihnen stattfindende kritische Auseinandersetzungen, können Kritik sowohl ermöglichen als auch unterdrücken. Auf der einen Seite kann sich Kritik auf die Rechtfertigungsgrundlagen normativer Ordnungen stützen. Auf der anderen Seite steht eine solche immanente Kritik in der Gefahr, selbst zur Reproduktion der kritisierten Zustände beizutragen. Der kritischen Praxis sozialer Bewegungen und theoretischer Interventionen wird darüber hinaus oft entgegengehalten, dass es keine unkontaminierte Position gebe, von der aus ein kritischer Standpunkt formuliert werden könne. Es stellt sich entsprechend die Frage, in welcher Form und unter welchen historischen, politischen und sozialen Umständen Kritik überhaupt in Erscheinung treten kann.

Dabei gilt es, Kritik und Machtordnungen nicht nur in ihrem theoretischen Fundament zu rekonstruieren, sondern gerade auch anhand der Praktiken, in denen sie sich entfalten und tätig werden. Drei Aspekte sind zentral: erstens die konkreten Formen von Macht und ihrer Ausübung, die sich stets im Spannungsfeld von normativen Ansprüchen und geronnenen Herrschaftsordnungen herausbilden; zweitens die Reichweite von Gerechtigkeit als Begründungsfundament von Kritik; drittens der Aspekt der Darstellung. Schließlich werden Rechtfertigungen auch narrativ und symbolisch transportiert, so haben sie notwendigerweise einen ästhetischen Überschuss. Es gilt deshalb auch, die ästhetische Dimension sowohl von Macht als auch Gerechtigkeit oder Legitimation in den Blick zu nehmen. Aus diesen Leitgedanken ergeben sich für die Konferenz folgende Fragekomplexe:

1) Möglichkeitsbedingungen von Kritik: Unter welchen Bedingungen entstehen Praktiken der Kritik? Welche Rolle spielen dabei ungerechte Verhältnisse? Wie wirkt sich eine spezifische normative Ordnung, wie wirken sich Machtverhältnisse und ihre Darstellung sowie Selbstrepräsentation auf die Entstehung von Kritik aus? Wie lässt sich die (Un-)Möglichkeit von Kritik an normativen Ordnungen denken? Gibt es Räume der Kritik, die außerhalb dessen liegen, was kritisiert wird, oder steht Kritik immer schon in einem aporetischen Verhältnis?

2) Realisierung von Kritik: In welchen Erscheinungsformen tritt Kritik auf? Welche sozialen Praktiken sind mit ihr verknüpft, und wie verhalten sich diese zueinander, auch in ihrem Deutungsanspruch der gesellschaftlichen Realität? Wie lässt sich eine Praxis der Kritik überhaupt fassen – konzeptionell und empirisch? Welche Rolle spielt die Repräsentation der Kritik und des Kritisierten für die Realisierung von Kritik? Führen bestimmte Formen der Artikulation zu einer Legitimation von Dominanzverhältnissen? Wem ist es möglich und wem wird überhaupt das Recht zugesprochen, Kritik zu üben?

3) Reaktionen auf Kritik: Welche Reaktionen auf unterschiedliche Praktiken der Kritik, wie soziale Bewegungen und theoretische Interventionen, lassen sich beobachten? Führen sie zur Stabilisierung von Machtverhältnissen durch konservativen Rückzug oder zu reflexiver Veränderung in Richtung gerechterer Verhältnisse? Wie beeinflusst auch die wissenschaftliche Rekonstruktion sozialer Konflikte die Reaktion auf Kritik? Wie wirkt sich die Darstellung bzw. die Art der Rechtfertigung von Ordnungen – und Kritik – auf die Reproduktion von Ungerechtigkeit, Unterdrückung, und Gewalt aus?

Diesen und ähnlichen Fragen will die internationale Nachwuchskonferenz „Praktiken der Kritik“ des Frankfurter Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven vom 5. bis 7. Dezember 2013 nachgehen. Beitragsvorschläge von Nachwuchswissenschaftler_innen (bis max. vier Jahre nach der Promotion) werden bis spätestens zum 15.7.2013 als elektronische Abstracts erbeten. Es gibt 23 Panels, auf die eine gezielte Bewerbung möglich ist. Sollte die Zuordnung schwer fallen, ist es auch möglich, passende Abstracts ohne spezifische Panelangabe einzureichen. Für spezifische Informationen zu einzelnen Panels bitte die Konferenzwebsite besuchen unter:

www.normativeorders.net/nachwuchskonferenz

Beitragsvorschläge bitte per Email mit einem anonymisierten Abstract und einer Kurzbiographie in zwei getrennten Dokumenten (doc oder rtf) an graduateconference@normativeorders.net senden und in der Betreffzeile das gewünschte Panel nennen. Abstracts sollen zwischen 400 und 700 Wörtern lang sein.

Nach Absprache wird während der Konferenz auch die Möglichkeit bestehen, einen Kinderbetreuungsservice in Anspruch zu nehmen. Bei Fragen hierzu oder allen weiteren Themen einfach an die o.g. Emailadresse schreiben. Wir freuen uns auf die Einreichungen!

 

2. Workshop: Herrschaft in den Internationalen Beziehungen

Wer: Universität Frankfurt, Exzellenzcluster Normative Ordnungen

Wann und Wo:28.-30. November, Frankfurt am Main

Deadline:15. Juli

Ankündigungstext:

Herrschaft galt lange nicht als adäquates Konzept zur Analyse der internationalen Beziehungen, sondern eher als ihr Gegenstück. In den letzten Jahren scheint sich dies aber verändert zu haben. So geraten zunehmend Phänomene in den Blick, die lange zentralen Annahmen einer Anarchie im internationalen Raum widersprechen. Nicht Anarchie, sondern politische Ordnung oder genauer: Ordnungen scheinen mittlerweile charakteristisch für die Analyse internationaler Politik zu sein. Diese Ordnungen sind höchst unterschiedlicher Natur, teils treten sie als hoch formalisierte und kodifizierte Regelungsstrukturen auf, teils sind sie eher informeller Natur und werden dann oftmals erst über die Widerstände sichtbar, die sie erzeugen. Für sie alle gilt jedoch, dass sie Über- und Unterordnungsverhältnisse konstituieren und instituieren, mithin Herrschaft ausüben. Doch bis jetzt wird Herrschaft in den Internationalen Beziehungen überwiegend von der Autorität her gedacht, oder der compliance. Webers Verständnis von Herrschaft als legitime im Sinne von Autorität hält sich bis heute in liberalen Vorstellungen und informiert das Denken über politische Zusammenhänge auch der internationalen Politik. Aber auch in kritischen Forschungsprogrammen, in denen Herrschaft eher als Dominanz oder Hegemonie im Sinne von Marx und Gramsci gedeutet wird, finden Verkürzungen statt, die es erschweren, die Vielfalt von Herrschaftsphänomenen in den internationalen Beziehungen zu identifizieren sowie ihre Ursachen und Folgen zu erklären.

Wir möchten diese Verkürzungen überwinden, indem wir internationale Herrschaft als Konzept umfassender zu denken. So können dann etwa sowohl die Regelungsstruktur der WTO, die Aktivitäten der Proliferation Security Initiative als auch die Generika-Problematik im HIV/Aids-bereich als bis jetzt theoretisch kaum trennscharf fassbare Ausprägungen internationaler Herrschaft erfasst werden. Wir schlagen dazu vor, uns diesen Formen von Herrschaft vom Widerstand aus zu nähern, den sie erzeugen, da oftmals gerade darin erst die Herrschaftsordnung aufscheint, gegen die sich dieser Widerstand richtet. Wenn man diesen Widerstand als politisch betrachtet, verweist eine Analyse daher immer auf die politische Ordnung, auf welche sich Widerstand bezieht. Eine fruchtbare Unterscheidung scheint hierbei die von Opposition, die in ihrer Programmatik die Ordnung als solche nicht ablehnt und sich der institutionalisierten Formen politischer Teilhabe bedient, und Dissidenz, die sich den Spielregeln des Systems verweigert und daher eher auf unkonventionelle Organisations- und Artikulationsformen zurückgreift.

Ausgehend von diesen Überlegungen, laden wir zu einem intensiven Workshop am  Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt vom 28.-30. November 2013 ein, auf dem wir verschiedene theoretische Zugänge zu Herrschaft als Konzept der Internationalen Beziehungen diskutieren wollen. Die Leitfragen des Workshops lauten, wie lässt sich internationale Herrschaft als Konzept für die Internationalen Beziehungen fruchtbar machen? Wie steht das normative Phänomen von Legitimität als Urteil zu dem empirischen Phänomen von Legitimität als Gehorsam? In welchem Verhältnis steht internationale Herrschaft als Konzept zu den Theorietraditionen der IB? Und welche theoretischen Anknüpfungspunkte außerhalb der engeren disziplinären Traditionen lassen sich hierfür weiterentwickeln, welche innovative und interdisziplinäre Anknüpfungspunkte gilt es zu eruieren und  welche Sackgassen gilt es zu vermeiden?

Hierzu rufen wir zur Einreichung individueller Beiträge auf. Der Workshop soll in Form kleiner, nacheinander stattfindender Panels sowie mit einem entsprechenden Programm eine intensive Diskussion ermöglichen und auch darüber hinaus zu einem vertieften Austausch beitragen. Wir freuen uns auf Abstracts von max. 500 Wörtern, die bis zum 15. Juli 2013 an info@dissidenz.net zu senden sind.

3. Tagung „Neue Governance-Formen für eine nachhaltige Gesellschaftstransformation“

Wer: Technische Universität Berlin

Wann und Wo:14.-15. Oktober, ZTG, Technische Universität Berlin

Deadline:10. August

Ankündigungstext:

Nachhaltige Entwicklung erfordert neue Governance-Formen. Obwohl die Notwendigkeit entsprechender gesellschaftlicher Transformationsprozesse weitgehend erkannt wurde, stehen Fragen ihrer inhaltlichen Ausrichtung und gesellschaftspolitischen Gestaltung noch relativ am Anfang. Nachdrücklich diskutiert wird, wie der Umbau der Gesellschaft in Richtung nachhaltiger Entwicklung konzeptionell gefasst, ausgestaltet und gesellschaftlich bewerkstelligt werden kann. Unklar ist dabei, welche institutionellen und strukturellen Veränderungen sowie politischen Rahmungen hierzu erforderlich sind. Reicht das bestehende Instrumentarium der gesellschaftlichen Steuerung aus oder müssen neue Governance-Formen geschaffen werden? Ausgehend von dieser Frage, widmet sich die Tagung der Analyse politischer und institutioneller Gestaltungsmöglichkeiten sowie förderlicher Bedingungen und bestehender Barrieren für neue Governance-Formen. Daraufhin sollen konkrete Erfordernisse nachhaltiger Entwicklung mit bestehenden Problemlösekapazitäten abgeglichen und neue Gestaltungsoptionen ausgelotet werden.

Bei Fragen der politischen Steuerung von gesellschaftlicher Transformation und Wandel ist in den letzten Jahrzehnten ein Wandel von Government zu Governance zu beobachten. Der Staat soll nicht alleinig den Umbau ‚von oben‘ herab verordnen, sondern Transformationsprozesse sollen aus der
Gesellschaft heraus gefördert, verankert und unterstützt werden. Im Zuge solcher bottom-up Ansätze wird sozialen Innovationen eine Schlüsselrolle zugesprochen. Als ein Motor für eine gesellschaftliche Transformation in Richtung nachhaltiger Entwicklung wird von ihnen erwartet, dass sie neue Antworten und Lösungen für komplexe gesellschaftliche Probleme bereitstellen. Beispiele hierfür sind die Überalterung der Bevölkerung, Gerechtigkeitsfragen und Probleme sozialer Exklusion, Fragen der
Gesundheitsfürsorge und Pflege sowie der Bildung, aber auch die Bewältigung des wirtschaftlichen und regionalen Strukturwandels.

Innovative Ansätze, Praktiken und Steuerungsimpulse sind somit in ihrem Zusammenspiel zu befragen, inwiefern sie dabei unterstützen, die transformativen Probleme adäquater zu lösen als dies bisher möglich war. Insbesondere geht es um eine Balance zwischen dem Erhalt zukunftsfähiger
Strukturen, Veränderungserfordernissen nicht-nachhaltiger Prozesse und einer den gesellschaftlichen Problemen angemessenen Entwicklung von Alternativen, im Sinne neuer Integrationsansätze, einer breit anzulegenden Suche nach neuen Lösungsansätzen und Governance-Formen. Nachhaltige
Entwicklung, als normativer Bezugsrahmen, soll dabei als „ein inhaltsoffenes, regulatives Prinzip“ verstanden werden, welches „die Umsichtigkeit der je eigenen Handlungen propagiert und sich, statt in handfesten Ordnungsprinzipien, in einem vielschichtigen Prozessdenken“ manifestiert (Richter 2005). Aber wie kann unter diesen Bedingungen trotzdem eine „verbindliche Ordnung“ (Fuchs 2008) erzeugt werden, ohne einen für alle gleichermaßen verbindlichen Gesamtrahmen setzen zu können? Das führt schließlich zur Frage, welche Governance-Formen im Sinne neuer Kooperationsformen, Organisationen oder sozialer Netzwerke als tragende Instanzen fungieren können.

Als ein Schwerpunktthema der Tagung sollen Genossenschaften näher betrachtet werden, denen eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung neuer Kooperationsformen beigemessen wird. Die aktuelle Krisendebatte über die gesellschaftlichen Auswirkungen einer einseitigen Ausrichtung auf Wachstum
und wirtschaftliche Rendite, eröffnet Möglichkeiten für alternative Diskussionen über das Verhältnis von Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Ökologie gerade auch hinsichtlich eines neuen Bezugsrahmens für kollektives Handeln. Genossenschaften bieten in diesem Zusammenhang viel
versprechende Voraussetzungen für eine wirtschaftlich, ökologisch und sozial nachhaltige Zukunftsgestaltung: Einerseits, indem die Mitglieder ihre gemeinsamen Interessen und Ziele eigenverantwortlich vorantreiben und andererseits, indem sie sich aktiv an der Gestaltung ihres lokalen Umfelds beteiligen und genossenschaftliche Prinzipien und Werte wie Solidarität, Demokratie und Nachhaltigkeit auch in ihrer Nachbarschaft bzw. ihrer Kommune vertreten. Die verschiedenen Problemperspektiven, die Fragen der gesellschaftlichen Transformation und Steuerung bis zur konkreten Ausgestaltung von sozialen Innovationen beinhalten, möchte die Tagung anhand von vier thematischen Schwerpunkten aufgreifen, wobei insbesondere der Frage nach der Bedeutung neuer Governance-Formen für eine nachhaltige Gesellschaftstransformation im Zentrum der Diskussionen stehen soll: (1) Transformation und Konzepte des Wandels, (2) Kooperative
Politikmodelle, (3) Neue Vernetzungserfordernisse und sich hieraus ergebende Probleme sowie (4) die Rolle von Genossenschaften.
Im ersten thematischen Schwerpunkt zu „Transformation und Konzepte des Wandels“ soll diskutiert werden, welche Konzepte sozialen Wandels und von Transformation für eine nachhaltige Entwicklung angemessen erscheinen. Welche Rolle wird dabei der Politik zugewiesen und welche Governance-Formen kommen dabei in den Blick? Welche Aufgaben müssen von einem „gestaltenden Staat“ übernommen werden und wie kann sich dieser den Partizipationserwartungen zivilgesellschaftlicher Akteure öffnen? Schließlich ist zu diskutieren, welche Rolle soziale Innovationen im gesellschaftlichen Transformationsprozess in Richtung Nachhaltigkeit spielen und wie diese durch Governance-Formen stimuliert und gefördert werden können?

Ausgehend von der Rolle sozialer Innovationen bei dieser Transformation stellt sich als zweiter thematischer Block die Frage nach förderlichen Governance-Formen als kooperative Politikmodelle. Hier soll sich die Diskussion aktuellen Politikmodellen und insbesondere partizipativen Governance-Ansätzen widmen, die zur Förderung und Etablierung sozialer Innovationen im nachhaltigen Transformationsprozess beitragen können. Es geht um die Thematisierung von partizipativen, lokalen und lernenden Governance-Formen. Inwiefern sind sie in der Lage, durch ihre Leistungen hinsichtlich Steuerung, Regulierung und Koordination das Potenzial von Kooperationsformen zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik zu erhöhen? Welche Politikmodelle erscheinen als besonders geeignet, und welche Anforderungen ergeben sich daraus? Wie verändern sich partizipative Akteurskonstellationen durch digitale Vernetzung, die über die Beteiligung oder neue soziale Experimentierbaustellen ermöglicht werden?

Das Problem der Gestaltung von Partizipation wird somit zu einem dritten thematischen Schwerpunkt, der förderliche Governance-Formen hinsichtlich Vernetzungserfordernissen und sich daraus ergebenden Problemen diskutiert. Hier stehen vor allem horizontale und vertikale Vernetzungserfordernisse und deren Folgen für die Politik im Mittelpunkt. Es interessieren empirische Befunde für die Wirksamkeit oder Unwirksamkeit von Kooperationen und Vernetzungen auf unterschiedlichen Ebenen, inwiefern dadurch nachhaltige Transformation befördert oder auch behindert wird. Welche Art von Vernetzungsstrukturen fallen dabei auf und wie haben sich neue Governance-Strukturen herausgebildet? Inwiefern sind Netzwerke innovationsförderlich? Welche Erfordernisse lassen sich hinsichtlich Förderung und Verbreitung sozialer Innovationen identifizieren? Gibt es spezifische Bedarfe an Netzwerkberatung? Welche Bedeutung haben unterstützende Organisationen und Agenturen? Können Kooperationen und Vernetzungen aus der Governance-Perspektive gezielt gefördert werden? Der vierte thematische Schwerpunkt konzentriert sich auf die Rolle und Bedeutung von Genossenschaften im gesellschaftlichen Transformationsprozess. Hierbei interessieren vor allem die Fragen, wie genossenschaftliche Ansätze in den Bereichen kollektives Handeln, Demokratie, Solidarität und Nachhaltigkeit konkret aussehen? Zudem soll danach gefragt werden, wie diese zukünftig stärker entwickelt und gefördert werden können.

Die Tagung möchte gleichermaßen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlicher, Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Verbandsvertreterinnen und -vertreter ansprechen. Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, maximal zweiseitige Abstracts geplanter Beiträge bis zum 10. August 2013 an die Veranstalterinnen und Veranstalter der Tagung einzusenden.

4. AFK Konferenz junger Wissenschaftler_innen: „Kritische Perspektiven in der / auf die Friedens- und Konfliktforschung“

Wer: Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung

Wann und Wo:  02.-03.April, Evangelische Akademie Villingst

Deadline: 15.August

Ankündigungstext:

Kritische Perspektiven in der / auf die Friedens- und Konfliktforschung

What the FuK?!

„This conference, however broad its inspiration, sophisticated its conception, competent its organization […] was not principally set up to maximize conferring. Conferring happens interstitially. Instead, those identified as speakers do what are called ‘talks’; however, we read them. They are called ‘works in progress’; however, many of them are quite ‘done’. The audience responds with what are called ‘questions’, many of which are in the form of statements. This event presents itself as a dialogue but operates through a linear series of speeches. We are presented as being engaged in a process, when in actuality we gather to produce a product. We are in a production-consumption cycle […]” (MacKinnon 1988: 105).

Catherine MacKinnons Ausführungen lassen sich, über die konkrete Kritik an den selbstrefe-renziellen Routinen des Konferenzalltags hinaus, auch als Plädoyer für kritische Perspektiven auf Wissenschaft insgesamt verstehen. Kritische Perspektiven zeichnen sich durch die Einsicht aus, dass Wissenschaft nicht per se irritiert bzw. kritisiert – sie partizipiert am Kreislauf der Konstituierung und Reproduktion sozialer Fakten und ist damit Teil gesellschaftlicher Herrschaftsverhältnisse. Ansätze wie die „Postcolonial Studies“ legen daher nahe, den Blick auf das eigene Involviert-Sein von Forscher_innen zu werfen und danach zu fragen, aus welcher Perspektive und mit welcher Absicht und Funktion „Wissen“ über die „Anderen“ generiert wird. Dabei spielen Diskurse eine ebenso große Rolle wie materielle Aspekte von vermachtetem Wissen und herrschaftstützender Praxis. Frei nach Adorno (1957: 197) ist es die Aufgabe kritischer Perspektiven, „die Starrheit des hier und heute fixierten [Forschungs-]Gegenstands in ein Spannungsfeld des Möglichen und Wirklichen aufzulösen“ – ein Anspruch, der nicht nur auf Kritische Theorie im klassischen Sinne, sondern auf jegliche, sich als kritisch verstehende Wissenschaft angewendet werden kann. Mit anderen Worten: Die Beschäftigung mit konkreten Forschungsthemen beinhaltet vom Standpunkt kritischer Perspektiven die (Selbst-)Reflexion darüber, welche spezifischen gesellschaftlichen Kräfte die jeweils vorliegende dominante Ausdeutung von Wissenschaftsdisziplinen, Forschungsfeldern, Begriffen, Analyseebenen, Akteuren, Strukturen, etc. („das Wirkliche“) diskursiv ermöglicht haben und welche alternativen Deutungen („das Mögliche“) dabei an den Rand gedrängt wurden.

Zunächst ist zu beobachten, dass kritische Perspektiven noch keine umfassende institutionelle Verankerung an deutschen Universitäten erfahren haben. Auch in der Friedens- und Konfliktforschung (FuK) hat sich der herrschaftskritische Impetus der Gründungsphase in den Debatten der Folgejahrzehnte, etwa bezogen auf die Wertorientierung und den Anwendungsbezug, deutlich relativiert. Zudem bleibt das vielfach propagierte transdisziplinäre Selbstverständnis des „Forschungsfeldes FuK“ oftmals ein Lippenbekenntnis, zumal sich die FuK in personeller wie institutioneller Hinsicht schwer tut, aus dem Schatten der Internationalen Beziehungen (IB) herauszutreten. Demgegenüber lässt sich ein stetiges Interesse von Studierenden und Promovierenden an kritischen Perspektiven verzeichnen. So finden poststrukturalistische, feministische und postkoloniale Ansätze in der Forschungspraxis der FuK durchaus Anwendung und stoßen selbst in den IB, beispielsweise im Rahmen der kritischen Normenforschung, neue Debatten an. Gleichzeitig geht mit diesen Entwicklungen auch eine Gefahr der Vereinnahmung einher. Wie das Beispiel „Gender Mainstreaming“ zeigt, können Versuche der Integration kritischer Perspektiven dazu führen, dass diese ihrer emanzipativen Essenz beraubt werden. So können ursprünglich machtkritische Perspektiven im Sinne einer „embedded critique“ in der politischen Praxis pervertiert werden und sogar herrschaftsstützend wirken.
Im Rahmen der Dritten Konferenz junger (d.h. sich erst seit kurzer Zeit der FuK zurechnenden) Wissenschaftler_innen der AFK (ehemals „Nachwuchstagung“) sollen Forscher_innen aller Generationen dazu ermutigt werden, Beiträge einzureichen, die irritierende Thesen beinhalten und unsere Aufmerksamkeit auf die soziale Dynamik der Entstehung und Behauptung wissenschaftlicher Konventionen lenken. Die Konferenz soll ihren Teilnehmer_innen in diesem Zusammenhang als ein Raum dienen, der dem Produktion-Konsumption-Zyklus des Wissenschaftssystems ein Stück weit entzogen bleibt und damit eine offenere Beschäftigung mit kritischen Perspektiven ermöglicht:

* Wir laden Arbeiten jeglicher theoretischer Couleur ein: nicht nur Kritische Theorie, postkoloniale, feministische, neo-gramscianische poststrukturalistische oder postmoderne Perspektiven in der/auf die FuK sind willkommen, sondern auch reflexiv-konstruktivistische Arbeiten, die aus etablierten Theorietraditionen heraus die eigene (Friedens-)Forschung kritisch beleuchten sowie Ansätze aus benachbarten Disziplinen wie der kritischen Geographie, den Regionalwissenschaften, der kritischen Psychologie, Friedenspädagogik, usw.;
*   Inhaltlich wollen wir ein Forum für jene Arbeiten sein, die danach fragen, welche Forschungsgegenstände die FuK betrachten sollte und wie sich eine kritische Forschung zu Kernbegriffen und –themen (Frieden, Krieg, Macht, Herrschaft, Gewalt, Konflikt, Grenzen, Demokratie, Staat, etc.) ausgestalten kann, welche Konflikttypen (z.B. Wertekonflikte) in Vergessenheit geraten oder überhaupt analysiert werden sollten, wie normativ und „politisch“ die FuK sein sollte/muss, welches Verhältnis wir zu Auftragsforschung und/oder Politikberatung haben, welches Selbstverständnis und welche Wertorientierung mit FuK verbunden sind;
*   Wissenschaftstheoretisch wollen wir Beiträge ermutigen, die „gesetzte“ bzw. unbewusste Grundannahmen der FuK hinterfragen, Fragen nach dem Erkenntnisinteresse von Forscher_innen stellen, beleuchten, wie Wissen geschaffen wird und wie dieses Wissen spezifische Herrschaft stützt oder irritiert;
*   Methodisch laden wir Arbeiten ein, die zur Diskussion von verschiedenen methodischen Zugängen, zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Feldforschung, unhinterfragten Vorannahmen, den eigenen Motivationen und Bedürfnissen in der Konfrontation mit Forschungsgegenständen anregen;
*   und schließlich wollen wir bezogen auf das Arbeitsfeld der FuK und das Wissenschaftssystem (in Deutschland) in seiner Gänze ein Forum für jene Beiträge sein, die prekäre Arbeitsverhältnisse in der Wissenschaft thematisieren, die Inklusions- und Exklusionspraxen von Forschungsinstitutionen diskutieren, die Priorisierung in der Forschungsförderung und die Marginalisierung der universitären Lehre thematisieren, die gängige Lehrdidaktik kritisch hinterfragen oder neue Lehrmethoden vorstellen.

Bitte schickt Eure Abstracts zu einem Paper (max. eine Seite) zusammen mit einer kurzen Vorstellung Eurer Person bis zum 15. August 2013 an junge.afk.2014@gmail.com<mailto:junge.afk.2014@gmail.com>. Zudem können im Sinne des Konferenzthemas auch alternative Präsentations- bzw. Diskussionsformate (z.B. Streitgespräche, Simulationen, etc.) vorgeschlagen werden.

Die Evangelische Akademie Villigst ist ein rollstuhlgerechtes Tagungshaus. Die Möglichkeit einer Kinderbetreuung wird angestrebt.

 

5. Artikel: Issue 133 Masculinity, Femininity and Armed Conflicts

Wer: Zeitschrift Peripherie

Deadline: 30.August

Ankündigungstext:

In international politics the gendered dimension of violent conflict has gained new prominence with the United Nations Security Council resolution 1325 (2000) on women, peace and security. This prominence has been evaluated differently. While women’s organizations all over the world had
campaigned to have gender issues recognised by international security organizations, resolution 1325 and its successors have threatened to reinforce stereotypical descriptions of women as victims of armed and especially sexual violence – even though sexual violence during armed conflict affects men as well, albeit in fewer numbers. Further, the gender mainstreaming called for in the resolution might have led to a higher proportion of women in national armies and core combat positions; however,
gendered power structures in the military have not profoundly changed.

“Embedded feminism” has become the key notion to highlight the problematic reference to feminist agendas for legitimising international interventions such as in Afghanistan. In a similar manner, a decontextualised focus on sexual violence in war has been used to justify military missions. At the
same time, those interventions have often themselves represented a form of sexual violence. Although it has since been recognised that sexualized violence is not just “colateral damage” but an integral part of armed conflict and a crime against humanity, the implications of this remain unclear.
In the international domain stereotypical explanations for the universal incidence of sexualised violence in armed conflict have dominated over context-specific, informed reasearch.

Last but not least, different forms of political intervention often have a massive effect on gender relationships in the society in question – mostly in the global south, where gendered and South-North relations are integrally entangled.

Issue 133 of Peripherie casts a critical eye on masculinity, femininity and armed conflict. We welcome case studies as well as conceptual and theoretical contributions on themes such as:

  • gender, military and military masculinity
  • sexualised violence
  • gender and military interventions
  • embedded feminism
  • intersection of gender and other social categories (race, class, generation…) and violence
  • international norms (e.g. CEDAW Convention on the Elimination of Discrimination against Women) and violence
  • media reporting on gender-based violence
  • gender and conflict resolution

Contributions from a critical postcolonial perspective are particularly welcome.

The deadline for drafts is August 30, 2013. Contact: info@zeitschrift-peripherie.de.

6. SSN 2014: Surveillance Ambiguities & Assymetries

Wer: Forschungsverbund – Sicherheit im öffentlichen Raum (SIRA)

Wann und Wo: 24.-25. April 2014, Barcelona

 Deadline: 31.Juli/ 25. September

Ankündigungstext:

CALL FOR REGISTRATION OF INTEREST AND ABSTRACTS

Contemporary surveillance is characterised by ambiguities and asymmetries. Surveillance results from different desires and rationales: control, governance, security, profit, efficiency but also care, empowerment, resistance, and play. Furthermore it can have both positive and negative outcomes for individuals and these may lead to intended or unintended consequences. Surveillance is never neutral. Surveillance is always about power and that power is increasingly asymmetric. Surveillance practices are also changing and as ’smart‘ surveillance systems proliferate utilising and generating ‚Big Data‘ new forms of ambiguity and asymmetry arise. In this context the conference wishes to explore the following key themes:
KEY THEMES INCLUDE

  • Smart surveillance
  • Democracy and surveillance Resilience and surveillance Cultures and histories of surveillance Representations of Surveillance in Film/Art/Literature/Media
  • Surveillance and empowerment
  • Surveillance and human rights
  • Surveillance in knowledge economies Regulating surveillance
  • Surveillance, privacy and data-protection
  • Participatory surveillance and police surveillance of online social networks Surveillance,
  • games and play Theories of surveillance
  • Ethics of surveillance
  • Gender and surveillance
  • Algorithmic surveillance
  • Politics and governance of surveillance
  • Surveillance and big data
  • STS approaches to surveillance
  • Surveillance and sports
  • Resistance to surveillance
  • Non-technological surveillance
  • Surveillance and mobility

IMPORTANT DATES:

  • 31 May 2013 First call for papers and intent issued
  • 31 July 2013 Deadline for initial register of interest, name, title, contact details etc by email tossn2014barcelona@surveillance-studies.net
  • 25 September 2013 1st deadline submission of abstracts
  • 30 September 2013 Electronic booking form available – formal registration and payment
  • 22 November 2013 Notification to participants about decisions on abstracts
  • 25 March 2014 Submission full papers
  • 25 March 2014 Final Deadline for registration and payment for all conference attendees without late booking surcharge
  • 7 April 2014 Papers published on Web available to all registered conference attendees
  • 24-25 April 2014 Conference

REGISTRATION INSTRUCTIONS:

If you wish to present a paper or just attend without presenting, please register with the conference by sending an email tossn2014barcelona@surveillance-studies.net as soon as possible before the 31st of July. Please title the Email „SSN Barcelona 2014“ and include the following information:

  • Name
  • Country of residence
  • Institutional affiliation
  • Institutional address
  • Telephone number
  • Email address

For paper givers a 300 word abstract will be required by 25 September 2013 and can be submitted on the following website:https://www.easychair.org/conferences/?conf=ssn2014barcelona

7. 3rd World Conference on Humanitarian Studies 2013

Wer: University of Groningen

Wann und Wo: 24.-27. Oktober 2013, Istanbul

Deadline: asap/ 01.September

Ankündigungstext:

The 3rd World Conference on Humanitarian Studies 2013 (www.humanitarianstudiesconference.org) will take place on 24-27 October 2013 in Istanbul. Following up on two very successful panels at the 2011 conference in Boston and in 2009 in Groningen, in the name of the organisers (Andrej Zwitter, Stefanie Jansen, Emilie Kuijt) of the Panel 1: International Law of Humanitarian Action and Human Security we invite you to submit abstracts. 

Due to the immense interest in 2011 that led us to have two time slots for the international law panel, I encourage you to submit your abstracts via the website (http://www.humanitarianstudiesconference.org/index.php?id=20) as soon as possible in order for respective adjustments to be arranged on the organisers‘ side.

Weitere Panels: “India’s Engagement in Humanitarian Crises: the Role of State- and Non-State Actors”

„India increasingly plays an active part in humanitarian assistance and is generally regarded a new player in the field. While still primarily providing relief in the immediate neighbourhood, India’s engagement in humanitarian crises has taken a new dimension over the last decade, characterized among other things by a growing involvement at the international level. Likewise, Indian NGOs are starting to be involved in humanitarian assistance abroad. Yet, India’s history and practice of
humanitarian assistance has to be studied systematically. Taking an interdisciplinary and diachronic approach, the panel explores the role of both state and non-state actors in shaping India’s response to humanitarian crises. Is the engagement of non-state actors a new phenomenon in Indian humanitarian assistance? What role do NGO’s in general, and faith-based organizations in particular play in the provision of humanitarian assistance?
And to what extent did/does the Indian Government support the activities of, and cooperate with non-state actors? The panel will address these and other questions with the aim to contribute to our understanding of India as a new player in the humanitarian arena.“

If you are interested, please send me an email or an abstract (150-200 words) until August 1, 2013. Selected paper abstracts have to be submitted via the conference website until September 1, 2013 (https://humanitarianstudiesconference.org/index.php?id=20)

For details regarding the conference see: https://humanitarianstudiesconference.org/index.php?id=22,

 Veranstaltungshinweise:

1. Podiumsdiskussion: „Eine Zukunft nach dem Konflikt? Über Perspektiven für Côte d’Ivoire und die Chancen internationaler Zusammenarbeit“

Wer: Deutsche Gesellschaft Vereinte Nationen (DGVN)

Wann und Wo: 04.Juli, 19.30Uhr, Volkshochschule Reutlingen

Ankündigungstext:

Am 4. Juli 2013 findet in der Volkshochschule Reutlingen (Spendhausstraße 6,
72764 Reutlingen) ab 19:30 Uhr die Podiumsdiskussion „Eine Zukunft nach dem Konflikt? Über Perspektiven für Côte d’Ivoire und die Chancen internationaler Zusammenarbeit“ statt; u.a. mit Dr. Ekkehard Griep, stellv. Vorsitzender der DGVN, Leiter einer DGVN Studienreise nach Côte d’Ivoire 2012, Adama Coulibaly, Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins AREBO (Amis de Reutlingen à Bouaké), Bouaké, Sabine Gross, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Reutlingen-Bouaké und Ulrich Eisele, Doktorand und Teilnehmer der DGVN Studienreise nach Côte d’Ivoire 2012.

2. Tag für StudentInnen: „Umwelt: Kooperation statt Konflikt“

Wer: Adelphi, Bildungstage Bonn

Wann und Wo: 08.Juli, 14.00-18.00Uhr, Bonn

Ankündigungstext:

am 8. Juli findet in Bonn im Rahmen der Bildungstage „Umwelt: Kooperation statt Konflikt“ ein Tag für StudentInnen statt – und dazu möchten wir von adelphi interessierte Studierende und Lehrende herzlich einladen. Der Bildungstag richtet sich vornehmlich an Kurse der Sozial- bzw. Politikwissenschaften, der Internationalen Beziehungen und umweltrelevanten Wissenschaften. Die Teilnahme ist auf 14.00 bis 18.00 Uhr ausgelegt und kostenlos, Materialien werden gestellt.

Nach einer kurzen Führung durch die eigens von uns für die Thematik konzipierte  Ausstellung „Umwelt zwischen Konflikt und Kooperation“ (http://ecc-exhibition.org/index.php) werden wir mit den Studierenden ein Planspiel durchführen, in dem die Sitzung des UN-Sicherheitsrates vom Juli 2011 „Auswirkungen  des  Klimawandels  für  Frieden und Sicherheit“ simuliert wird. Die Studierenden haben die einmalige Möglichkeit, in die Rolle von Staats- und Regierungschefs zu schlüpfen und Einblicke in die Thematik und das Funktionieren internationaler Verhandlungen zu gewinnen. Das Projekt wird vom Umweltbundesamt und dem Bundesumweltministerium gefördert und im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn, Adenauerallee 160, stattfinden. Im Februar dieses Jahres haben wir die Bildungstage in einem ähnlichen Format bereits in Berlin durchgeführt.

Über Interesse bzw. eine Weiterleitung der Informationen an potenziell interessierte Kommilitonen und Lehrbeauftragte freuen wir uns sehr. Wir beantworten gerne Fragen per Mail oder telefonisch. Bitte kontaktieren Sie diesbezüglich mich, Susann Offenmüller, unter offenmueller@adelphi.de oder meinen Kollegen Stephan Wolters, unter wolters@adelphi.deoder telefonisch unter der Nummer 030-8900068-29.

adelphi ist eine gemeinnützige Organisation mit Hauptsitz in Berlin, die in der umwelt- und entwicklungspolitischen Beratung tätig ist. Im Themenbereich „Umwelt, Konflikt und Kooperation“ arbeiten etwa 15 MitarbeiterInnen im Auftrag von meist Bundesministerien und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit. Umfassende inhaltliche Darstellungen finden Sie auch auf unserer Informationsplattform www.ecc-platform.org bzw. www.krium.de. Wir verfügen auch über breite Expertise in der Veranstaltungsorganisation, der Durchführung von Trainings, Weiterbildungen und Workshops.

3. Podiumsdiskussion „Eine Welt voller Krisen und Konflikte: Ist die internationale Gemeinschaft überfordert?“

Wer: Deutsche Gesellschaft Vereinte Nationen (DGVN)

Wann und Wo: 09.Juli, 19.00Uhr, Amerikahaus München

Ankündigungstext:

Am 9. Juli 2013, 19.00 Uhr findet in München im Amerikahaus (Foyer, Karolinenplatz 3, 80333 München) die Podiumsdiskussion „Eine Welt voller Krisen und Konflikte: Ist die internationale Gemeinschaft überfordert?“ statt; mit Manfred Eisele, ehemaliger Beigeordneter Generalsekretär der UN, Generalmajor a. D., Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Bundestagswahl 2013, Prof. Dr. Carlo Masala, Professor für Internationale Politik, Universität der Bundeswehr München, Moderation: Stefan Kornelius, Ressortleiter Außenpolitik, Süddeutsche Zeitung. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch das kürzlich erschienene Buch „Des Friedens General, Manfred Eisele – Vom Kriegsflüchtling zum obersten Blauhelm“, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2013″ vorgestellt. An die gemeinsame Veranstaltung von Amerikahaus München, Verlag Herder und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) wird sich ein kleiner Empfang anschließen.

4. Tagung: „Nationale Regierungen in der EU. Konstellationen – Konflikte – Kooperationen“

Wer: Akademie für Politische Bildung

Wann und Wo: 26.-28. Juli, Tutzing am Starnberger See

Ankündigungstext:

Nationale Regierungen sind die treibenden und gestaltenden Kräfte des europäischen Integrationsprozesses: Nicht nur sind die Entwicklungsschritte der Europäischen Union stets Ergebnis intergouvernementaler Kompromisssuche gewesen. Vielmehr resultieren auch die Regeln für die europäische Machtausübung aus mitgliedstaatlichen Verhandlungen auf Regierungsebene. Mehr noch: In den jetzigen Zeiten der schwelenden Verschuldungskrisen und Herausforderungen der Eurozone scheint geradezu eine Renaissance gouvernementaler Machtansprüche in Europa aufzukommen.

In unserer Tagung möchten wir die Rolle der nationalen Regierungen in ihren vielfältigen Facetten beleuchten und uns dabei auch den aktuellen Entwicklungen zuwenden: Wir werden hinterfragen, welche Auswirkungen die Vertragsfortentwicklung auf die institutionelle Architektur der EU hat, und im Spiegel der aktuellen Herausforderungen diskutieren, inwieweit das jetzige Krisenmanagement neue gouvernementale Konstellationen befördert.

Tagungsprogramm:

http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/uploads/Tagungsprogramme/2013/30-3-13-programm.pdf

Online-Anmeldung:

http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/index.php?id=1170&tid=30-3-13

 

5. EU/NATO/DEU-Seminarfahrt

Wer: Bundeswehr Akademie für Information und Kommunikation (AIK)

Wann und Wo: 14.-22. September, Bonn, Köln, Brunssum (Niederlande), Geilenkirchen, Brüssel und Berlin

Ankündigungstext:

die Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation (AIK) plant für den Zeitraum 14. – 22. September 2013 das Europa-Seminar, das auch für Teilnehmer aus Deutschland interessant ist! Anliegen des mehrtägigen Seminars ist es, jungen Führungskräften aus dem In- und Ausland die Ziele der Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland und Europas näherzubringen. Das geplante Seminar sieht Programminhalte in Bonn, Köln, Brunssum (Niederlande), Geilenkirchen, Brüssel (Belgien) und Berlin vor. Verschiedene Seminarorte, internationale Referenten sowie wechselnde Themenschwerpunkte bieten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern abwechslungsreiche Verständigungs- und Informationsmöglichkeiten. Der Eigenbeitrag beträgt 300 € und beinhaltet alle Unterkunfts- und Transportleitungen (ab Bonn, bis Berlin) sowie die Verpflegung (mind. Halbpension). Auf Anfrage kann von der AIK ein Zuschuss für die An- und Abreise nach Bonn bzw. Berlin gezahlt werden. Bewerben können sich Führungskräfte (Akademiker aus Wissenschaft, Industrie, Politik oder dem militärischen Bereich) aus den EU-Mitgliedsstaaten im Alter zwischen 25 und 40 Jahren. Bewerbungen können in elektronischer Form an SicherheitspolitikSeminare@bundeswehr.org gerichtet werden.
Die Bewerbung sollte in englischer Sprache verfasst sein, Motivationsschreiben, Lebenslauf sowie ein aktuelles Foto enthalten. Weitere Informationen können über 
+49 (0)3341-58-4210 eingeholt werden (Frau Heidenreich)oder durch den Besuch von www.seminare.bmvg.de.

 

Es fehlt ein thematisch passender CfP? Einfach eine Mail schicken an: ibkommentar[at]googlemail.com.

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