IB Online (2/2): Eine kleine Netzschau

Diese Woche mit Olympia, Hannah Arendt, Robert Dahl und Sexarbeit. Viel Spaß beim Nachlesen!

Robert Dahl gestorben

Die "Fünfergruppe" der Aufzüge war stets erklärungsbedürftig - meistens zudem einige defekt. Quelle: Flickr.

Die „Fünfergruppe“ der Aufzüge war stets erklärungsbedürftig – meistens zudem einige defekt. Quelle: Flickr.

Letzte Woche verstarb mit Robert Dahl einer der wohl einflussreichsten und bekanntesten Politikwissenschaftler. Er gilt als einer der wichtigsten Demokratietheoretiker und nicht wenige von uns werden in ihrem Studium mit seinen Gedanken konfrontiert worden sein (für mich wird er der „Erfinder“ der Polyarchie bleiben). Auf The Monkey Cage gibt es einige Links zu Nachrufen.

Politik im TV

Bei uns schon ein alter Hut (so sagen es mir zumindest meine Hipster-Freunde und auch erstaunlicherweise meine Eltern!), kommt die dänische Serie „Borgen“ nun auch in den USA an. Grund genug für eine kleine Lobrede auf dieses Stück Fernsehkunst, die der Monkey Cage veröffentlicht – schließlich sei die Serie die Beste über Politik im TV überhaupt (und das bei durchaus akzeptabler Konkurrenz).

Ach ja, Olympia

Seit Freitag (nun ja, technisch gesehen seit Donnerstag) finden im russischen Sotschi (oder Sochi oder Сочи) die Winterspiele 2014 statt. Viel wird berichtet über Putins Russland, über Gewalt und Schwulenhass. Um hier nur einen lesenswerten Artikel zu verlinken: die Foreign Affairs hat einen Artikel online über Olympia und Sport in den russischen Medien und wie die Situation in der Ukraine die Berichterstattung überschattet.

Endlich: Politische Theorie für etwas nützlich!

Verzeiht die etwas unfaire Überschrift: ich habe selbst viel Zeit in Politische Theorie investiert und finde sie alles andere als unnütz, werde aber immer wieder mit diesem Vorurteil konfrontiert. Thorsten Thiel vom Theorieblog sieht es ähnlich und antwortet in seinem Blogpost „Mehr Arendt wagen: Ja, aber…“ auf einen Artikel von Christine Landfried in der FAZ (derzeit hinter Paywall). Eine lesenswerte Stellungnahme ob und wie man die Ideen politischer Theoretiker für Analysen und Empfehlungen in der „realen Welt“ nützen kann und soll.

Debatte um Sexarbeit

Das großartige Blog Menschenhandel Heute hat einen Gastartikel zum Thema Sexarbeit und „human-rights based approach“ von Sonia Dolinsek veröffentlicht: „[The] conflation of sex work with the crime of human trafficking is harmful both to sex workers and to victims of human trafficking – both within and outside the sex sector, as both policies and financial resources are diverted to combating all forms of sex work rather than real forms of exploitation.” Zur selben Debatte gibt es auch einen Beitrag auf dem Blog zur Position von Amnesty International. Lesenswert!

Neues aus Hamburg – diesmal: positive Sichtweise

Das von mir schon öfter erwähnte Jacobin Magazine hat einen Artikel über die Situation in Hamburg veröffentlicht, der nicht mit der vorherrschenden Berichterstattung in Deutschland übereinstimmt. Statt den „bösen Linken, die liebe Polizisten hauen“ fokussiert dieser Bericht über die breite Koalition für Flüchtlingsrechte und den „struggle for the right tot he city“. Puralismus ist immer gut (Achtung, normative Wertung enthalten!), deswegen empfehle ich den Text mal.

(Die Ausgabe der Netzschau ist aufgrund einer Fehlplanung meinerseits recht kurz ausgefallen. Ich bitte, dies zu entschuldigen.)

Es gibt zu den Themen dieser Netzschau noch andere spannende Links? Dir fehlt ein wichtiger Hinweis? Wir freuen uns über Deine Ergänzungen und Anmerkungen in den Kommentaren!

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