IB Online (4/10): Eine kleine Netzschau

Die Netzschau befasst sich diese Woche mit folgenden Themen: dem arabischen Frühling, ISIS, den Internationalen Beziehungen als Wissenschaft sowie einem Kessel Buntes. Viel Spaß mit unseren Lesetipps!

collageISN Blog: Germany’s Islamic State Problem

Benjamin Weinthal schreibt auf dem Blog der ETH Zürich, warum in Deutschland derzeit gerade eine Verschiebung der öffentlichen Aufmerksamkeit hin zu ISIS, die mittlerweile im Irak mehr als 5500 getötet haben dürften,  und weg von Spionageaffären der NSA stattfindet. Gleichzeitig beschreibt er, wie staatliches Handeln und Nichthandeln das Erstarken extremistischer Gruppen in Deutschland unterstützt hat. Gleichzeitig liefert er viele Verweise, um sich hier ein gutes Bild zu machen. Ob sich ISIS allerdings weiter nach Asien ausbreiten kann, darf bezweifelt werden.

Monkey Cage: The evolution of Islamism since the Arab uprisings

Die Damen und Herren des Monkey Cage (in diesem Falle Quinn Mecham) haben einen interessanten Blogpost über die Entwicklung des Islamismus nach den arabischen Aufständen vor 3 bzw. 4 Jahren geschrieben. Anhand von vier Trends zeichnet Mecham eine Entwicklung nach, die den Einfluss islamistischer Gruppen als unsicher bezeichnet: nur bei konstruktiver Einbeziehung ihrer Positionen könne eine weitere Destabilisierung der Region vermieden werden. Tunesien wird hier von Foreign Affairs als gutes Beispiel angesehen. Die Kings of War haben derweil einen Bericht veröffentlicht, der anhand dreier Karten der These nachgeht, ob der friedliche Protest der Aufstände mehr bewirken konnte als die extremistische Rhetorik vieler Terrorgruppen.

FPRI: International Relations in a Time of Accelerating Dynamic Instability

“What do the rise of the “Islamic State,” the ebola epidemic, and widespread political polarization and gridlock have in common?” – mit dieser Eingangsfrage beschäftigt sich Lawrence Husick vom Foreign Policy Research Institute in seinem Artikel. Verschiedene Argumentationsstränge und Autoren aufgreifend argumentiert er dabei, dass kleine policy-Entscheidungen am Besten seien: “As any pilot will explain, it is best to correct altitude with small control inputs, and to give these sufficient time to take effect.” Der Artikel ist nicht ganz so stark strukturiert, aber dennoch interessant. Und wenn sich in den IB sonst nur der Kopf darüber zerbrochen wird, ob und wenn ja, welcher, Art von Paradigma der “Ur-Realist” Henry Kissinger angehört, dann scheint ja alles gut zu sein.

Potpurri:

 

The Evolution of Humanitarian Intervention: Lessons Learned From Past Interventions
Speakers: John P. Abizaid, General, (U.S. Army, Retired); Member; Board of Directors, Council on Foreign Relations
F.J. “Bing” West, Journalist; Former Assistant Secretary of Defense for International Security Affairs, Department of Defense
Presider: Kathleen Troia McFarland, National Security Analyst, Fox News
October 24, 2014

 

Es gibt zu den Themen dieser Netzschau noch andere spannende Links? Dir fehlt ein wichtiger Hinweis? Wir freuen uns über Deine Ergänzungen und Anmerkungen in den Kommentaren!

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