Kurz&Knapp: Der DVPW Kongress und seine Folgen

Der diesjährige DVPW-Kongress Ende September sorgte für einige Unruhen in den Reihen der Vereinigung und darüber hinaus. Dabei geriet die eigentliche Tagung zum Thema „Vorsicht Sicherheit. Legitimationsprobleme der Ordnung von Sicherheit“ durch die Querelen auf der Mitgliederversammlung fast völlig aus dem Blick. Einen guten und umfassenden Tagungsbericht, um die inhaltliche Debatte nicht gänzlich in Vergessenheit geraten zu lassen, stellten die Kollegen des Theorieblogs zusammen (siehe hier ), live bloggten die Kollegen des Sicherheitsblogs (siehe hier).

Hauptaugenmerk bei diesem DVPW-Kongress lag allerdings auf der Mitgliederversammlung und deren Vorstandswahlen. War Michael Zürn zunächst knapp zum DVPW-Vorsitzenden gewählt worden, trat dieser kurz darauf wieder zurück, da niemand aus seinem gewünschten Initiativ-Team – das die DVPW mit ihm reformieren sollte – in den Vorstand gewählt wordeen war (zu den genauen Wahlergebnissen, siehe hier). So steht die DVPW nun ohne Vorsitzenden und bis zur Drei-Länder-Tagung in Heidelberg nur mit einer Interimsleitung da. Nach der Mitgliederversammlung, die weit nach Mitternacht abgebrochen worden war, zeigte sich dann das ganze Ausmaß der Katastrophe. Von Abspaltung, Rückzug, Resignation, Neuordnung war die Rede; Szenarien, die Christopher Daase im neuen ZIB Editorial gut zusammenfasste. Auch die Kollegen vom göttinger Institut für Demokratieforschung erstellten ein Meinungsbild zur Frage quo vadis DVPW.
Doch bereits im Vorfeld des Kongresses hatten die Zeichen auf Sturm gestanden, was sich im vorangegangenem Editorial der ersten ZIB Ausgabe der neuen frankfurter Redaktion gezeigt hatte.

Die Vereinigung ist sich bewusst, dass nun entscheidende Reformen notwendig sind, um die DVPW aus dieser prekären Situation zu bringen. Der Interimsvorstand macht jedoch auch deutlich, dass Erklärungs- sowie Lösungsansätze für die Probleme unter den Mitgliedern weit auseinander lägen und eine schnelle Lösung nicht zu erwarten sei. „Zu unseren Aufgaben gehört es, aus den Ereignissen der Vergangenheit zu lernen und Vorschläge für Strukturreformen zu machen, mit denen sich Kontroversen austragen lassen, ohne die Vereinigung insgesamt zu gefährden und die Handlungsfähigkeit zu behindern“ (Verlautbarung aus der Email an alle Mitglieder). So bleibt bislang die Frage offen, wohin der Weg die DVPW führen wird.

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