Veranstaltungshinweis zum 3.Bochumer Disput: Handelspolitik gerecht gestalten? TTIP als politischer Prozess

Am Montag, 30. Mai 2016 von 18.00-20.00h, laden das Institut für soziale Bewegungen (ISB) und die Gemeinsame Arbeitsstelle RUB/IGM zum 3. Bochumer Disput ein. Diskutiert wird zum Thema „Handelspolitik gerecht gestalten? Die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) als politischer Prozess“.

Bisher galten Verhandlungen von Handelsabkommen als technischer Prozess, der seitens der EU durch Brüsseler Bürokraten durchgeführt wird und kaum öffentliche Aufmerksamkeit oder Protest erregt. Dies hat sich grundlegend mit Beginn der Verhandlungen der Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA geändert. Die Verhandlungen lösten eine in dem Bereich noch nie dagewesene Protestwelle und Politisierung der EU Handelspolitik aus. Mögliche positive wie negative Konsequenzen des Handelsabkommens werden in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Vor allem in Deutschland, einem der prognostizierten ökonomischen Gewinner von TTIP, ist der Widerstand in der Zivilgesellschaft besonders groß. Es wird z.B. befürchtet, das Harmonisierung bzw. die gegenseitige Anerkennung von Standards zu einer Absenkung der europäischen Verbraucherschutz-, Umwelt-oder Sozialstandards in Deutschland und Europa führt. Der Bochumer Disput beleuchtet diesen Globalisierungskonflikt, indem er verschiedene Standpunkte miteinander in Gespräch bringt. U.a. werden folgende Fragen diskutiert: Welche potentiellen Auswirkungen könnte TTIP auf den Arbeitsmarkt in Deutschland entfalten? Welche Vorteile bietet TTIP für die Wirtschaft in Deutschland und Europa und speziell kleine und mittelständische Unternehmen? Welche Folgen werden spezielle für die Stadt Bochum und die Ruhr Region erwartet/befürchtet? Inwiefern haben die Protestereignisse schon einen Einfluss auf das Verhandlungsgeschehen? Inwiefern hat die Mobilisierungswelle das Verhältnis von sozialen Bewegungen und Gewerkschaften beeinflusst? Welche Rolle kann und soll die nationale Politik spielen? Wie können sich Bürgerinnen und Bürger engagieren- was können oder sollten sie tun?

 

Es diskutieren:

Dr. Sabine Stephan, Institut für Markoökonomie und Konjunkturforschung der Hans-Böckler Stiftung (IMK), Düsseldorf

Peter Scherrer, stellvertretender Generalsekretär Europäischer Gewerkschaftsbund, Brüssel

Jochen Bauer, Vorstand der Gewerkschaft Erzeihung und Wissenschaft Bochum

Dr. Hans-Peter Merz, Industrie- und Handelskammer Mittleres Ruhrgebiet, Bochum

Prof. Dr. Stefan Schirm, Lehrstuhl für Internationale Politik, Ruhr-Universität Bochum

 

Moderation: Prof. Dr. Sabrina Zajak, Institut für soziale Bewegungen, Ruhr-Universität Bochum

 

Die Veranstaltung findet am Montag, den 30. Mai 2016, 18:00-20:00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstr. 17-19, Bochum statt.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden sich hier.

 

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