Kategorie Rezensionen

Politik und Ethik – ein kompliziertes Verhältnis

Was versteht man unter ethischer Entscheidungsfindung? Können Politiker noch ethisch handeln, wenn die Beschleunigung des Politikbetriebs schnelle und weitreichende Entscheidungen fordert? In welchen Politikbereichen spielen Ethik und Moral eine besonders große Rolle? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der jüngst erschienene Sonderband der Zeitschrift für Politikwissenschaft. Advertisements

[Film des Monats] Wie leben Roma in Frankfurt?

Wenn in Deutschland über Roma diskutiert wird, werden sie meist mit Verschmutzung, Arbeitslosigkeit und Sozialschmarotzertum in Verbindung gebracht. Auffällig dabei: Die Roma selbst kommen fast nie zu Wort. Anders in einem neuen Film, der am Sonntag in Frankfurt Premiere feiert – er gibt Frankfurter Roma eine vernehmbare Stimme.

[Buch des Monats]: Wir werden als Originale geboren, sterben aber als Kopie

Wir verlieren den Sinn für mitmenschliche Gefühle mit gravierenden Konsequenzen für uns selbst, die Gesellschaft und die Politik. Das meint der Psychoanalytiker Arno Gruen in seinem neuen Buch „Dem Leben entfremdet“. Es ist ein eindrücklicher und lebensnaher Anstoß, über uns selbst und unser Verhalten im Alltag nachzudenken.

Unzählige Kinder wachsen in Moldau, dem ärmsten Land Europas, ohne ihre Eltern auf.

Film des Monats: Mama illegal – eine europäische Katastrophe

In Deutschland wird derzeit über die „Armutszuwanderung“ diskutiert. In der Diskussion erscheinen die Migrant_innen häufig als Sozialschmarotzer. Die wirklichen Lebensumstände dreier Moldawischer Frauen zeigt ein unglaublich ergreifender Film – „Mama illegal“.

Buch des Monats: Was denkt China?

Was denkt China? Das fragt sich Mark Leonard, Leiter des European Council on Foreign Relations, und besuchte die führenden Denkfabriken Chinas. Herausgekommen ist das vielleicht aufschlussreichste populärwissenschaftliche Buch über das gegenwärtige politische Denken in der Volksrepublik.

Marina Weisbands neues Buch "Wir nennen es Politik"

Buch des Monats: Wir nennen es Hoffnung

Marina Weisband hat ein Buch über die Demokratie im Zeitalter des Internets geschrieben. Es ist ein hoffnungsvoller Entwurf geworden, den manche naiv nennen mögen. Eine solche Perspektive verkennt, wie wichtig es ist, eine gesellschaftliche Debatte zu diesem Thema anzustoßen. Dazu eignet sich dieses Buch vortrefflich – unbedingt lesen und debattieren!

Hunger beherrschte China während des "Großen Sprungs nach vorn" zwischen 1958-1962.

Buch des Monats: Die verschwiegene Katastrophe beschreiben

Yang Jisheng, langjähriger Journalist der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur, hat ein erschütterndes Buch über den „Großen Sprung nach vorn“ geschrieben. Millionen ChinesInnen verhungerten 1958-62. Bis heute wird darüber geschwiegen. Nicht so Yang, der mit seinem Buch ein nie da gewesenes Bild der Katastrophe zeichnet und den Toten gedenkend einen „Grabstein“ setzt.

Breaking the Silence Logo. Quelle: http://coteret.com/?s=Breaking+the+Silence

Buch des Monats: „Breaking the Silence“ – im Angesicht der Unmenschlichkeit

In ihrem neuen Buch brechen mehr als 800 israelische Rekrutinnen und Rekruten ihr Schweigen und schildern ihren Einsatz im Westjordanland und im Gazastreifen. Die zahllosen, sehr dichten Interviews treffen ins Mark – ein unfassbarer Bericht.

Von Brettern, Bohrern und der Politik erzählt Alexander Kluge in seinem neuen Buch.

Buch des Monats: Kluge Geschichten vom fehlenden Bohren harter Bretter

Worin besteht das Politische? Wie wird Politik gemacht? Max Weber verglich es mit dem Bohren harter Bretter mit Leidenschaft und Augenmaß. Aber was ist daraus geworden? In unserer ersten Buchbesprechung in der neuen Rubrik „Buch des Monats“ werden die Antworten des Soziologen Alexander Kluge vorgestellt.

Rassistische Titelseite der Schweizer "Weltwoche". Screenshot der Internetseite www.weltwoche.ch. Quelle: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/bild-826666-337712.html

Maischberger: Rassismus zur besten Sendezeit!

In der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ wurde diese Woche über Vorurteile gegen Sinti und Roma diskutiert. Vor allem aber wurde ihnen eine Bühne gegeben und damit romafeindliche Stigmata zu diskussionswürdigen Themen gemacht. Ein empörendes Trauerspiel des öffentlich-rechtlichen Fernsehens!