Schlagwort-Archive: Politikwissenschaft

Kaisers neue Kleider: Anmerkungen zur Kritik der Hochschullehre im „akademischen Kapitalismus“

An dieser Stelle beschrieb Stefan Müller kürzlich Drei Vorschläge für eine Verbesserung der Lehre an deutschen Universitäten. Er reagierte damit auf Vorwürfe des finnischen Studenten Juuso Nisula, der unter dem Titel Acht Gründe, nie wieder in Deutschland zu studieren seinem Unmut über das intransparente und austauschhinderliche Studienklima an der Universität Köln massenmedientauglich Luft verschafft hatte […]

Stillstand bedeutet Rückschritt: Drei Vorschläge für eine Verbesserung der Lehre an deutschen Universitäten

Die Debatte, wie die Organisation des universitären Lehrbetriebs an deutschen Hochschulen verbessert werden kann, wurde in den vergangenen Monaten intensiv medial begleitet. Eine ehrliche Diskussion über realistisch umsetzbare Reformen ist notwendig. Ich plädiere vor allem für eine Diversifizierung der Prüfungsleistungen, wodurch sich gleichzeitig die Vorbereitung auf Seminare verbessern könnte. Darüber hinaus wäre ein konsensorientierteres Verhältnis zwischen Dozenten_innen, […]

„Politikwissenschaft ist kein Laberfach“ – Eine kritische Replik auf Karl-Rudolf Korte

Die Frage was ein Fach ausmacht ist keinesfalls leicht zu beantworten. Dennoch haben sich in den letzten Wochen auf FAZ.net Kolleginnen und Kollegen verschiedenster Fächer daran versucht. Für  Schülerinnen und Schülern dürfte dies bei der Studienfachwahl hilfreich sein. Doch der Versuch von Prof. Korte zur Politikwissenschaft stellt das Fach zu eingeschränkt dar.

„Münkler Watch“: Denunziation, Zensur oder notwendige Kritik?

Ein kritischer Diskurs ist essentiell für die Wissenschaft. Das ist zwar banal, wird aber im gegenwärtigen Streit um „Münkler Watch“, einem Blog, in dem Studierende der Humboldt-Universität Berlin eine Vorlesung des Politikwissenschaftlers Prof. Herfried Münkler anonym kritisieren, häufig vergessen. Aber auch den Studierenden scheint es nicht um einen inhaltlichen Dialog, sondern um Aufmerksamkeit zu gehen.

Kurz & knapp: The Conference Manifesto

Heute startet ein neues Format im Bretterblog: „kurz & knapp“. Darin weisen wir auf einen online erschienen Beitrag hin, fassen ihn kurz zusammen und kommentieren ihn gegebenenfalls knapp. Los geht es mit einem Beitrag in der New York Times von Christy Wampole: „The Conference Manifesto“.

Peripher, aber nicht randständig: Internationale Beziehungen in Südamerika

Im Zuge der (wieder) zunehmenden Aufmerksamkeit verschiedenster IB-Theorien für postkoloniale Problemlagen hat unter ‚nördlichen‘ IB-Forschern das Interesse an Dialog und Auseinandersetzung mit den IB-Communities des ‚globalen Südens‘ zugenommen. Dieser Beitrag will Möglichkeiten und Hindernisse dieses Dialogs für den Fall der südamerikanischen IB-Communities aufzeigen. Es soll gewissermaßen eine ‚Bedienungsanleitung‘ erstellt werden, um dem interessierten Außenseiter das […]

IB Online (1/7): Eine kleine Netzschau

Ohne Fußball kommt auch diese Netzschau nicht aus. Aber keine Sorge, es gibt auch einiges zu feministischem Aktivismus, buddhistischer und dschihadistischer Gewalt, Separationsbewegungen in Europa, deutschem Engagement in Mali, politikwissenschaftlichen Podcasts und News rund um die muslimische Welt auf die Augen. Foreign Policy: Blame the Foreigner. In Soccer, as in politics, plenty of Russians think the […]

Freunde, lasst uns diskutieren! Eine Replik auf Stefan Engert

Letzte Woche argumentierte Stefan Engert in seinem Gastbeitrag für das Bretterblog, Deutsche dürften Israel nicht kritisieren. Das glaube ich nicht. Denn die Lehren aus dem Holocaust können nicht in der Zementierung von Täter- und Opferrolle liegen. Gemeinsame Verantwortung für ein mitmenschliches Umgehen – das ist die Antwort.

IB Online (3/2): Eine kleine Netzschau

Bosnien, Türkei, Ägypten, Ukraine – die Netzschau kommt dieser Woche einer Protestschau gleich. Bewegungsforscher & Bewegte also aufgepasst. Ihr anderen aber auch: Es geht schließlich auch um die aufmerksamkeitsökonomisch bedingte Ignoranz gegenüber dem Leid im Südsudan, Versicherheitlichung in der Schweiz und selbstreferenzielle Diskurse der Politikwissenschaft. Viel Spaß! Protest in Bosnien, „protestfiles“ im Internet 2013 kam […]

Sinn und Unsinn wissenschaftlicher Modelle

Welche Probleme lassen sich wissenschaftlich überhaupt modellieren? Gibt es nicht Phänomene, die (scheinbar?) zu komplex sind, um sie auf die Interaktion einiger Variablen zu reduzieren, wie das Klimasystem oder menschliches Verhalten im großen Maßstab? Und was ist der Nutzen von Modellen, die genau das dennoch versuchen? Keine einfachen Fragen. Zwei jüngere Beiträge im Netz und […]