IB Online (4/9): eine kleine Netzschau

von Wally Gobetz (http://www.flickr.com/photos/wallyg/159454993/) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)%5D, via Wikimedia Commons

Zum elften Mal jähren sich die Anschläge vom 11. September 2001, was Anlass für zahlreiche Bilanzen in der IB-Netzwelt ist. Außerdem geht es in dieser Netzschau um menschliche Sicherheit, die Zukunft entwicklungspolitischer Agenden, die Krisenherde in Mali, Syrien und Jemen sowie um die regionale Politik in Südostasien.

Wie haben sich die Welt und die außenpolitischen Agenden nach den Anschlägen auf das Word Trade Center in New York am 11. September 2001 verändert? Hier eine kleine Auswahl: Auf Foreign Affairs gibt es einen Rückblick auf die Anschläge und eine Neubewertung der Grand Strategy von George W. Bush; die Kings of War haben einen Post zur „Wehrhaftigkeit des Liberalismus“ veröffentlicht; und bei Duck of Minerva gibt es ein konterfaktisches Experiment zu der Frage, was gewesen wäre, wenn die Anschläge nicht stattgefunden hätten. Den Bogen zwischen Bush’s und Obama’s „War on Terror“ schlägt David Kravets auf wired.com.

Charli Carpenter zieht ebenfalls Bilanz. Sie setzt sich mit dem Konzept der Menschlichen Sicherheit auseinander, dass in der Folge des „War on Terror“ zu sehr auf Terroranschläge gegen Zivilisten bezogen worden sei. Ihr geht es um eine sozialwissenschaftliche Perspektive, die neben der Transformation globaler Agenden durch das Konzept (z. B. ICC, Landminen, Clusterbomben) anstehende Herausforderungen (z. B. Gesundheit) aufzeigt. Eine interessante Forschungsfrage sei, warum einzelne Themen den Weg in die globale Tagespolitik fänden und andere nicht. Hier das Video ihres Vortrags in Oslo:

Charli Carpenter: Neglected Security Challenges

Um zukünftige Herausforderungen für große globale Agenden geht es auch in der aktuellen Kolumne des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, die die Anforderungen an die „Post-2015 Entwicklungsagenda“ skizziert. Um den Zusammenhang zwischen Entwicklung und Demokratie dreht sich der neueste Post des Dart-Throwing Chimp, incl. einer schicken Grafik.

Vom Agenda-Setting zu aktuellen Krisenherden der globalen Politik: In einer neuen Ausgabe der Serie „Would Someone Please Explain This to Me” bei Political Violance @ a Glance erläutert Erica Chenoweth die aktuellen Geschehnisse in Mali. Ein ähnliches Format hat der International Security Discipulus mit einem Fokus auf Afghanistan und mögliche Jobs dort ins Leben gerufen – hier geht es zum Call for Questions!

Die Zukunft der bewaffneten Gruppen in Syrien wird im CTC Sentinel analysiert. Dazu auch ein Q&A im TED Blog, das sich mit der Rolle ausländischer Kampfgruppen, wie z.B. al Qaeda, im Syrienkonflikt beschäftigt. In der gestern ausgestrahlten Ausgabe des ZDF-Auslandsjournals (ab 14:25) zeigt der irakische Journalist Ghaith Abdul-Ahad, wie al Qaeda im Süd-Jemen die Macht und z.B. in der Stadt Dschaar die Regierungsgewalt übernommen hat. Es soll ein Staat entstehen, der „sich um seine Einwohner kümmert“ – mit „Wasser, Elektrizität und der Scharia um die Herzen der Bevölkerung kämpft“. Hier ist eine kurze Vorschau der englischen Version der düsteren Reportage:

PBS Frontline: Al Qaeda in Yemen

Schließlich sei noch auf ein relativ neues Blog der International Crisis Group verwiesen, dass sich mit der Konfliktbewältigung in Südostasien beschäftigt. Dort finden sich z.B. Beiträge zum lokalen Wahlsystem in der indonesischen Provinz Papua oder zu Lehren die Myanmar für den gegenwärtigen politischen Wandel und innerstaatliche Konflikte aus der Bewältigung des Maluku-Konflikts in Indonesien ziehen könne. Einer der wenigen Staaten in der Region, der nicht Mitglied der ASEAN ist, ist Timor-Leste. Das Land versucht schon länger, in die regionale Organisation aufgenommen zu werden, wie im ASEAN Beat Blog des Diplomat nachzulesen ist. Während die ASEAN bislang vor der Aufnahme des krisengeschüttelten Landes zurückschreckte, hat sich nun Indonesien ausdrücklich für eine Aufnahmen von Timor-Leste bekannt. Ob dies auch Auswirkungen auf die Ambitionen Papua Neu Guineas hat, Mitglied der ASEAN zu werden, ist allerdings weiterhin offen.

Es gibt zu den Themen dieser Netzschau noch andere spannende Links? Wir freuen uns über Ergänzungen und Anmerkungen in den Kommentaren!

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