IB Online (2/4): Eine kleine Netzschau

Die Netzschau dieser Woche behandelt den Genozid in Ruanda, eine wichtige Entscheidung des US Surpreme Court, die Frage nach sozialer Ungleichheit sowie Neues zur Ukraine und zur Twittersphere. Viele Spaß beim Lesen!

Erinnern an Ruanda

collageZwanzig Jahre ist es nun her, dass in Ruanda der der Völkermord an den Tutsi losging. Unter dem Twitterhandle @Ruanda1994 „berichtet Genocide Alert 2014 täglich von den Ereignissen in Ruanda im Jahr 1994. Ziel ist, den Völkermord in Erinnerung zu rufen und dabei die vor zwanzig Jahren weitgehend unbeachteten Ereignisse vor und nach dem Genozid hervorzuheben.“ Auf ForeignPolicy hebt James Traub hervor, dass „wir“ aus Ruanda lernen müssen und in Syrien eingreifen sollten. Auch im Kongo müsse die UN mehr tun, so Hannah Birkenkötter und Franziska Knur in einem Beitrag auf dem Blog der Junge UN Forschung. Christian Davenport (Political Violence @ A Glance) wiederum ergänzt, dass ihn die Aufarbeitung von Ruanda zu der Überzeugung hat kommen lassen, dass „Subnational/Disaggregated Conflict Studies and Integral Conflict Research“ nötig sei, um den Konflikt zu verstehen.

Käufliche Demokratie

Der amerikanische Supreme Court hat entschieden, dass Spenden an Parteien nicht reguliert sein dürfen (McCutcheon v. FEC). Was dies bedeutet, hat Lee Drutman im Monkey Cage dargelegt. In eine ähnliche alarmistische Kerbe schlägt auch sein Blogger-Kollege Larry Bartels. Was (die Amerikaner) dagegen tun können, versucht The Nation auf ihrem Blog zu zeigen. Die USA – a city upon a hill, indeed…

Soziale Ungleichheit…

Das Blog Crooked Timber hat einen ersten Teaserbeitrag zu Thomas Pikettys „Capital in the Twenty First Century“ online gestellt und die inoffizielle Debatte mit John Rawls eröffnet: „Accumulated wealth and capital ownership in the hands of the few, which never completely went away but retreated into the shadows, is back and (if Piketty is right), threatens to subject us all to the dominance of a new rentier class if we don’t do something pretty drastic fairly soon.” Dazu passend gibt es auf der Humanosphere einen Bericht über wachsendes Einkommen, welches keine positiven Effekte auf die Ernährung von Kindern hat.

Neues zur Situation in der Ukraine

Auch diese Woche haben wir Links zu entsprechenden Texten zur Ukraine gesammelt: Jon Western schreibt auf der Duck of Minerva, dass die „issue in Crimea … is not a story about which Realist theory in international relations has much to say“ und sich John Mearsheimer irre. Bei den Kings of War findet sich – auch im Anschluss an den Post, den Max letzte Woche schon gebloggt hatte – ein Beitrag, warum es generell immer noch wichtig sei, eine Verhandlungslösung zu finden. Und auf Political Violence @ A Glance findet sich ein Artikel zum Zusammenhang von geographischer Unwissenheit und der Befürwortung von militärischer Intervention.

Gemischtes

Es gibt zu den Themen dieser Netzschau noch andere spannende Links? Dir fehlt ein wichtiger Hinweis? Wir freuen uns über Deine Ergänzungen und Anmerkungen in den Kommentaren!

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