IB Online (4/6): Eine kleine Netzschau

In der Netzschau diese Woche verwursten wir Politik-Punks, Kapitalismuskritik, Drohnen, Krieg und Popkultur. Dazu: Fußball (das bringt derzeit Klicks). Viel Spaß!

collageTagesanzeiger.ch: More punk, less hell

Im Tagesanzeiger findet sich ein sehr spannender Artikel über die Erfolge der Anarcho-Party „Best Party“, die vier Jahre die isländische Hauptstadt Reykjavik regierte. Wie diese die politische Kultur veränderte und die Stadt zum Besseren veränderte, dabei eine jahrzehntelange Vorherrschaft der Konservativen brach, liest sich wirklich gut.

Boingboing.net: Thomas Piketty’s Capital in the 20th Century

Auch wenn wir schon einmal über Pikettys Buch gebloggt haben, möchte ich doch auf diese nette Zusammenfassung von Cory Doctorow hinweisen: Wenn Ihr keine Zeit habt, die 700 Seiten von Pikettys Buch zu lesen (obwohl das sich wohl lohnen würde), findet Ihr hier die Hauptargumente gut zusammengefasst. Zum Mitreden beim nächsten Akademiker-Stammtisch reicht es!

Washington Post: When Drones Fall From The Sky

Nettes (langes!) Feature der Washington Post, die über die Zuverlässigkeit von Drohnen schreibt. Besonders interessant ist, dass – jenseits der rechtlichen und moralischen Diskussion – sehr deutlich wird, dass die Dinger technisch einfach noch lange nicht ausgereift sind. Bevor man sich also auf Amazon-Pakete per Drohne freut oder über Drohnenproliferation Angst und Bange wird, sollte wohl nochmal der TÜV draufschauen…

New York Times: The Great War – A 100-year Legacy of World War I

Die NYT hat eine nette Einstiegsseite zum 100-jährigen Jubiläum (?) des Ersten Weltkriegs gebastelt, mit vielen verschiedenen Artikeln und Informationsangeboten. Als Beispiel sei her auf den Artikel von Steven Erlanger verwiesen, der über die Auswirkungen des Krieges auf das nächste Jahrhundert eingeht. Während in Deutschland wieder mal versucht wird, mit dem Finger auch auf andere zu zeigen, ist dies eine nette Abwechslung im (elektronischen) Blätterwald.

Foreign Policy: Why Moneyball doesn’t work at the WorldCup

„Forget big data — measuring performance during this tournament is a losing battle“, so der Untertitel. Der Artikel ist nicht nur für Leser_*innen wie unseren Felix interessant, sondern gibt einen spannenden Einblick in die amerikanische Art, über Sport nachzudenken und ihn zu analysieren. Vielleicht liegt hier (auch) ein Grund, warum sich „soccer“ in den USA bislang noch nicht durchsetzen konnte: man kann es so schlecht in Zahlen fassen, denn in keinem anderen Sport der Welt sind überragende Zahlen so wenig korrelierend mit dem (möglichen) Ergebnis wie im Fußball (These Wender). Außerdem: so ein WorldCup hat immer auch seine schlechten Seiten. Nur, dass das im ganzen Rummel nicht untergeht!

Can I say no…?: Crowns of Shit. Oder was mir zu Games of Thrones einfällt

Blogger_*in (?) lightsneeze ranted über Game of Thrones und erklärt, warum die Serie nicht gut sei. Ich bin als Fan der Serie und der Bücher sicherlich voreingenommen, kann aber einige Argumente sehr gut nachvollziehen. Andererseits: „ich habe den plot und die weiterentwicklung der figuren ein wenig nachgelesen, selbst habe ich nicht einmal die erste staffel beendet.“ Daraus eine Kritik zu stricken, empfinde ich als nicht überzeugend. Nichtsdestotrotz sehr lesenswerter Beitrag.

Verschiedenes:

Es gibt zu den Themen dieser Netzschau noch andere spannende Links? Dir fehlt ein wichtiger Hinweis? Wir freuen uns über Deine Ergänzungen und Anmerkungen in den Kommentaren!

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